Escut de Selva

Ajuntament
de Selva

Geschichte


 
Son Penya, SelvaXilvar, so wie die Siedlung unter der arabischen Herrschaft hieß, ging nach Eroberung der Katllanen an König Jaume I. über, der sie unter die Edelmänner Pere Nonis und Pere Lay aufteilte. Das dem Hlg. Lorenz (Santti Laurenti de Silver) geweihte Kirchlein wird schon im Jahre 1248 erwähnt, als Innozenz IV. kraft päpstlicher Bulle alle Güter der mallorquinischen Kirche unter seine Oberherrschaft nahm. 

Andere historische Dokumente beschreiben, wie im Jahre 1285  die in der Kirche versammelten Einwohner von Selva zwanzig Nachbarn ernannten, um Alfonso III. als König von Aragón und Mallorca die Ehre zu erweisen, nachdem dieser Jaume II. kurzzeitig besiegt hatte. Dieser hingegen stellte sein Königreich gegen 1300 wieder her und verlieh der Siedlung von Selva, zusammen mit Campanet und sa Pobla, die Stadtrechte. Agroturismus auf der Finca Ets Albellons 

Von der ersten Kirche ist noch die schlanke Fassade erhalten. Aller Wahrscheinlichkeit nach legte Mallorcas Bischof Ponç de Jardí im Jahre 1301 den Grundstein für den Bau einer neuen Kirche und ernannte Joan Marí zum Priester. Ein Brief des Königs Sancho von Mallorca bestätigt diese Daten. 

Um 1600 wurde diese Kirche erweitert, das Chorhaupt verlängert und die stattliche Freitreppe vor dem Hauptportal errichtet, doch im Jahre 1855 zerstörte ein verheerender Brand Teile der Kirche, vor allem den Hauptaltar. Die anschließenden Restaurantionsarbeiten haben die Kirche in ihrer heutigen Form belassen. 
Son Sastre 
Aufgrund seiner Nachbarschaft zu Inca nahm Selva am Volksaufstand im 15. Jh. teil sowie im Jahre 1521 in der revolutionären Bewegung der Zunftbruderschaften von Valencia und Mallorca gegen die Adligen und ihre Vorrechte, bekannt als die Sublevación de las Germanías.  Im Laufe des 17. Jh. erlitt die Gemeinde ständige Überfälle von Banditen und fiel der Pest zum Opfer. 

Auf Erlaß der Cortes von Cádiz fand in Selva im August 1812 der Schwur auf die erste demokratische Verfassung statt, ein historisches Ereignis, das es hervorzuheben gilt. 

Das Ende des 19. Jh. verzeichnete ständige politische Auseinandersetzungen zwischen der liberalen und der konservativen Partei, bis beide Parteien zum Wohle des Volkes ein Übereinkommen schlossen. 

Trotz dieser Rückschläge stieg die Bevölkerung ständig an: 1591 verzeichnete die Gemeinde 1.810 Einwohner, 1860 schon 4.529 und 1924 zählte sie 5.326 Einwohner. Eine Tatsache, die wohl dieses Wachstum gefördert hat, ist die, daß Selva in verschiedene Ortschaften aufgegliedert ist:  Biniamar, Binibona, Caimari, Moscari, Mancor, Biniarroi, auch wenn sich Mancor in diesem Jh. verselbstständigte und eine eigene Gemeinde bildete. 
 

Pfarrkirche von Selva
Pfarrkirche von Moscari
Pfarrkirche von Caimari
Pfarrkirche von Selva
Pfarrkirche von Moscari
Pfarrkirche von Caimari
 
Pfarrkirche von Biniamar
Pfarrkirche von Biniamar
Gegenwärtig gehören der Gemeinde von Selva die folgenden Ortschaften an: Selva, Caimari, Moscari, Biniamar und Binibona. 
Caimari steht schon unter dem Namen Caimaritxim mittelalterlichen LLIBRE DE REPARTIMENT (Landaufteilungsregister) und ist ab dem 18. Jh. grafisch dokumentiert. 
In demselben  LLIBRE DE REPARTIMENT ist auch Moscari gegen 1232 als islamische Siedlung unter dem Namen Moscaritx dokumentiert. 
Auch die Ortsnamen  Biniamar, das im o.g. Register als eine Siedlung des islamischen Distrikts von Inkam erscheint, und Binibona sind arabischen Ursprungs. 

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